100 % Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus
1966 riefen die Vereinten Nationen den „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ins Leben. Seit 1994 nimmt auch Deutschland an den inzwischen auf zwei Wochen ausgeweiteten „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ teil. Seit 2017 ist Nürnberg mit reger Beteiligung vieler Institutionen, Organisationen und zivilgesellschaftlicher Bündnisse mittlerweile fester Bestandteil der internationalen Aktion.
Rund um den „Internationalen Tag gegen Rassismus“, den 21. März, fanden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Veranstaltungen in Nürnberg statt. Weitere Informationen sowie das komplette Veranstaltungsprogramm findet man hier.
2019, 2023 und 2025 beteiligten wir uns bereits mit einer Veranstaltungsreihe an den Wochen gegen Rassismus und auch in diesem Jahr wird es wieder zwei Veranstaltungen von uns geben, alle Details dazu finden Sie weiter unten.
Vergangene Veranstaltungen von 2023 finden Sie in unserem Archiv.
BIS WOHIN... UND NICHT WEITER!
Samstag, 28.03.2026
„BIS WOHIN… UND NICHT WEITER!“ ist eine interaktive künstlerische Führung im Rahmen der Nürnberger Wochen gegen Rassismus 2026. Das Projekt setzt sich mit sichtbaren und unsichtbaren Grenzen auseinander – persönlichen, gesellschaftlichen und strukturellen.
In künstlerisch gestalteten Räumen sowie im öffentlichen Stadtraum entstehen Stationen der Begegnung, Reflexion und Partizipation. Die Führung versteht sich nicht als lineare Wissensvermittlung, sondern als Erfahrungsraum. Wir verbinden Kunst mit Stadtraum und laden zum Innehalten, Mitmachen, Mitdenken und Perspektivwechsel ein.
Mit den Mitteln Tanz, Musik, Wort, Bild, Textkunst, Dialog und Konzeptkunst werden Fragen nach Haltung, Verantwortung, Ausgrenzung, Zivilcourage und Menschenrechten erfahrbar gemacht. Kunst handelt – sie irritiert, öffnet, konfrontiert und verbindet. Entstehen wird ein begehbarer Parcours aus mehreren künstlerischen Stationen an unterschiedlichen Orten in Nürnberg. Die Örtlichkeiten werden im Laufe des Projekts schrittweise bekannt gegeben.
Einer unserer Kooperationspartner ist das CPH - Caritas-Pirckheimer-Haus Nürnberg.
Weitere Informationen und Details gibt es demnächst hier zu lesen.
Wir bedanken uns bei der Stiftung "Nürnberg - Stadt des Friedens und der Menschenrechte" für die finanzielle Unterstüzung.

Ab sofort gibt es eine öffentliche Ausschreibung für Fotografie und Poetry Slam - laufend bis zum 28. Februar 2026:
Kunstausschreibung
Wir suchen Fotografien und Poetry-Slam-Beiträge, die sich mit folgenden Themen auseinandersetzen:
- Grenzen & Ausgrenzung
- Menschenrechte
- Zivilcourage
- Zuschauen, Schweigen, Handeln
Fotografie
- Einsendung von 1–5 Fotografien
- Thematischer Bezug zu Grenzen, Ausgrenzung, Menschenrechten, Zivilcourage
- Aus allen Einsendungen werden 15 Fotografien ausgewählt, gedruckt und im Projekt ausgestellt.
Poetry Slam
- Beitragslänge: 5–10 Minuten
- Aus allen Einsendungen werden zwei Personen ausgewählt, die ihren Text am März 2026 live im Rahmen des Projekts präsentieren.
Wir suchen Arbeiten mit Haltung, Klarheit und Mut.
Kunst, die nicht ausweicht – sondern stehen bleibt und fordert:
Bis hierhin... UND NICHT WEITER!
Einsendeschluss: 28. Februar 2026
Einsendungen bitte per E-Mail an: ed.nirged@xim
Bitte gebt euren Namen und eine kurze Info zur Arbeit an.
Es dürfen ausschließlich eigene Werke eingereicht werden. Die Verantwortung für Inhalte, Urheber- und Nutzungsrechte sowie Datenschutz liegt vollständig bei den Einreichenden. Die Verwendung fremder Texte, Bilder oder Materialien ist ausgeschlossen.
Putsch - Der Aufstand gegen Europas Kolonialismus in Afrika
Mittwoch, 26.03.2025
Europa hat den Kolonialismus in den 1960er- Jahren in vielen afrikanischen Staaten für beendet erklärt. Zu Unrecht. In Wirklichkeit haben Europäer, die sich gern als Verfechter von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Szene setzen, korrupte politische Systeme auf dem Kontinent gefördert. Systeme, die ihnen dabei helfen, Afrikanerinnen und Afrikaner weiterhin zu bevormunden und auszubeuten. Doch vor allem in der Sahelzone sind viele Menschen an einem Punkt angekommen, an dem sie sich das nicht mehr bieten lassen. Sie sind sogar bereit, Militärregime zu unterstützen, die ihre Fassaden-Demokratien zertrümmern. In »Putsch« zeigt Issio Ehrich die komplexen Netzwerke auf, die Europa mit Staaten in Afrika verbinden. Und er provoziert einen Perspektivwechsel. Er gibt Menschen eine Stimme, deren Sicht viel zu oft ignoriert wird, wenn es um Afrika geht. Menschen in Afrika.
Issio Ehrich ist ein freier Journalist und Fotograf aus Berlin. Er berichtet vor allem über die Sahelzone und die Türkei. Seine Reportagen erscheinen in Qualitätsmedien in Deutschland und dem europäischen Ausland. In Podcasts, in Radio und TV spricht er regelmäßig über die Lage in seinem Berichterstattungsgebiet. Für seine Reportage »Generäle an die Macht!« in der ZEIT, die eine wichtige Grundlage für das Buch ist, wurde er mit dem TheodorWolff-Preis 2024 ausgezeichnet.
An diesem Abend liest er aus seinem Buch und kommt anschließend mit den Zuhörer*innen ins Gespräch.
Die Lesung findet am Mittwoch, 26. März 2025 um 19:00 Uhr
im Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße 6, 90443 Nürnberg statt.
Eintritt frei
Mitveranstalter: Kurt-Eisner-Verein / Rosa-Luxemburg-Stiftung Bayern


Die Aufführung findet am Freitag, 28. März 2025 um 19:00 Uhr
im Theater Pfütze, Äußerer Laufer Platz 22, 90403 Nürnberg (U-Bahn Rathenauplatz) statt.

Das Theaterstück "Illusio" bietet eine faszinierende Möglichkeit, sich mit den komplexen und oft überwältigenden Herausforderungen unserer modernen Welt auseinanderzusetzen. Indem das Publikum zum Beobachter einer interaktiven Museumsführung wird, ist es eingeladen, in die Geschichten und Emotionen einzutauchen, die in den Kunstwerken des Museums dargestellt werden. Begleiten Sie Anna und ihren Vater auf der vielleicht eindringlichsten Museumsführung ihres Lebens, bei der moderne als auch zeitlose Themen wie Glaube, Krieg, das Streben nach Glück oder die Folgen unserer Gesellschaftsordnung auf eine kreative Weise diskutiert werden. "Illusio" regt dazu an, diese Themen AKTIV anzugehen und gemeinsame Lösungen zu finden, um die vielschichtigen Fragen unserer Zeit zu beantworten. Es ist eine Einladung, die eigene Perspektive zu hinterfragen und sich mit anderen auszutauschen – dazu heißen wir Sie herzlich willkommen!
Uns ist es besonders wichtig, einen offenen Dialog zu führen und verschiedene Perspektiven zu betrachten. Wir möchten einen Raum für Selbstreflexion und Achtsamkeit schaffen, um den Herausforderungen der heutigen Gesellschaft entgegenzuwirken, und wir sind dankbar, dass uns die Nürnberger Wochen gegen Rassismus 2025 eben jenen Raum bieten können!
Text: Philipp Tribbensee
Regie: Alisa Leyzerovich und Jana Michel
Musik: Oliver Kraft
Gefördert von der Stiftung Menschenrechte der Stadt Nürnberg. In Kooperation mit der Petra-Kelly-Stiftung.


Pädagogischer Hintergrund
Umsetzung eines Theaterprojektes mit Kindern und Jugendlichen aus unserem Hort und Schülertreff, sowie Mitarbeiter:innen, Ehrenamtlichen, Eltern und Externen.
